Sind Rohrleitungen und Öltank des Hydrauliksystems relativ sauber, kann Reinigungsöl mit derselben Viskosität wie das Betriebsmedium verwendet werden. Bei einem verschmutzten System kann ein Öl mit etwas niedrigerer Viskosität eingesetzt werden. Ablagerungen lassen sich mit warmem Öl leichter lösen; üblicherweise wird es auf 50-60 ℃ erwärmt. Bei einem Reinigungsdruck von 0.2-0.4 Mpa sollte der Volumenstrom des Reinigungsöls möglichst hoch sein, um Schmutz abzutransportieren.
Übliche Filter im groben Reinigungskreislauf liegen im Bereich 50-100 μ; am Einlass beziehungsweise Rücklauf werden Filter mit 10-50 μ eingesetzt. Nach einer ersten Spülphase mit einem Grobfilter wird schrittweise zu feinerem Gewebe und abgestuften Ölfiltern gewechselt. Die Reinigung dauert acht Stunden bis einen Tag. Alle halbe Stunde wird der Hydraulikölfilter zur Reinigung geöffnet; feinere Filter werden schrittweise eingesetzt und gespült. Sauberes Öl mit niedriger Viskosität kann das Reinigungsintervall verlängern. Stark verschmutzte Hydrauliksysteme werden wiederholt mit geeignetem Öl gereinigt; dessen Viskosität sollte zum zu reinigenden Betriebsöl passen.
Nach der Reinigung des Hydrauliksystems muss neues Hydrauliköl eingefüllt werden. Entfernen Sie das Reinigungsöl und füllen Sie unmittelbar neues Betriebsöl ein. Ein kurzer Probelauf hilft, Rohrkorrosion und andere nachteilige Folgen zu vermeiden. Entfernen Sie möglichst alle Reinigungsölreste aus Pumpen, Ventilen, Rohrleitungen und Kühler. Dazu können Leitungen gelöst und mit Druckluft ausgeblasen oder mit Betriebsöl gespült werden.